bullet2 3.3 G3-Weg

Beria träumte und experimentierte z.B. auf bestialische Art von psychopolitischer Gehirnwäsche, mit der man die Loyalität der Massen verändern, und/oder den Verstand Unwilliger zerstören  kann. Er erkannte richtig, dass der kapitalistische Durst nach Kontrolle, die kapitalistische Unmenschlichkeit und die verbreitete Angst vor mit "Geisteskrankheit" gerechtfertigtem Mobbing  als Schutzschild für derartige Dinge benutzt werden kann. Ja dass sie in einem kapitalistischen Staat von allen Seiten durch die Korruption der Zeitgeistphilosophie unterstützt wird.

Nun sind wir soweit, dass man wie von Beria gefordert, Gerichte, Richter, die Verfassung des Landes, die medizinische Gesellschaft und deren Gesetze, benutzen kann, um solche Ziele voranzutreiben: Schweizer Juristen belehren einem bereits, dass man in diesem Lande nicht mehr mit Recht, Recht bekommt! Auch besorgen der Abzockerkapitalisten  mit eigenen Mitteln den Löwenanteil der lautlosen Degeneration der noch verantwortungsbewussten Mentalität aller Völker.  

Ohne Zweifel schafft, als potentieller Ausgleiche, der Internetbereich mit seinen 1-to-1 Verbindungen  neue und grenzüberschreitende soziale Interaktionen und Imaginationen neben interessanten intellektuellen und künstlerischen Betätigungsmöglichkeiten. Das führt aber auch zu einer Reihe neuer Probleme ethischer und politischer Natur. Fragen der individuellen Freiheit, der Anonymität, der Wahrung von Intimität, von informationellen Eigentumsrechten haben natürlich im Umgang mit immateriellen und unbeschränkt vervielfältig-baren Gütern eine besondere Bedeutung. Aber insgesamt unterscheiden sich die so entstehenden Probleme nicht von denen, die uns aus der Welt des Drucks oder aus dem Bereich traditioneller Formen der Telekommunikation bekannt sind - so lange die 1-to-1 Möglichkeiten nicht auf lebenserfüllenden Plattformen  genutzt werden...

Während einige Beobachtungen zu bestätigen scheinen, dass es eine gnostische Verschwörung um den Heiligen Gral der informationellen Omnipotenz gibt, um die heroischen Projekte der neuen Superintellekte jenseits der archaischen Körper zu bilden, dominiert doch noch die Informations- und Reizüberflutung als neue Form der Massentraumatisierung: Die Überwindung von bisherigen Bildern, Mythen und Vorstellungen, so Ascott, "führt jedoch nicht zur Entkörperlichung der Person oder zur Immaterialität sondern zur Re-Materialisierung, Rekonstruktion, zu einer erneuten Beschreibung, kurz, zur Wiedererfindung des Menschen."  

Und frei nach Adolf Musch anlässlich seiner Ernennung als Direktor der Berlin-Brandenburger Akademie der Künste 2003: So müssen wir uns darüber klar sein, dass Politiker immer behaupten müssen, die richtigen Antworten zu haben und komplette Lösungen für alles. Sie wiederum müssen wissen, dass wir Psychopolitiker, die als graue Eminenzen im Hintergrund die Fäden ziehen wollen, dem unser «so nicht» entgegenhalten, und darauf hinweisen, was nicht psychopolitisch komplett ist in der Politik. Wir sind dazu da, Fragen zu stellen, auch solche, die nicht zu Antworten führen, sondern zu weiteren, grösseren Fragen. Unsere Rolle ist es, Vorstellungen bei den die Politik Ausführenden zu wecken, indem wir für sie auch das Undenkbare denken und vorschlagen. Darin besteht unsere «nicht funktionelle Funktion». Um die zu erfüllen, haben wir viele "gute" Leute in Akademien, und die mit den grauen Haaren drin sind oft jünger als die Jungen!

Ein Beispiel für daraus resultierende Irrwege ist die Wirtschaftswissenschaft, die mit der dafür entwickelten Theorie des "Rational Choice" davon ausgeht, dass das wirtschaftliche Geschehen darauf zurückzuführen ist, dass viele Einzelne in vielfältigen Bedingungskonstellationen die Frage beantworten: „Was ist von all dem, was ich in dieser Situation tun kann, das aus meiner Sicht Beste?", und dass sie der Antwort auf diese Frage entsprechend handeln. Dabei geht man davon aus, dass der Zugang zum Verständnis der für die Wirtschaft den Rahmen gebenden Politik auf der Ebene des Individuellen zwecks Einflussnahme mit eigenen Antwort gesucht wird und auch wahrhaft gefunden werden kann. Der gemeinsame Nenner, auf den die Vor- und Nachteile der im Rahmen der Politik zu vergleichenden Alternativen gebracht werden, wird dann einfach mit der Wohlfahrt der Betroffenen gleichgesetzt.

Die Grundannahme des "Rational Choice" besteht darin, dass ein Mensch, wenn er zwischen zwei oder mehreren Alternativen zu wählen hat, sich für jene entscheidet, die ihm am meisten zusagt und dass seine Wahl entsprechend im wirtschaftlichen und politischen Prozess Bedeutung bekommt.

Damit wird ein Weg postuliert, der ja nur in der wahr-haften Umsetzung zum suggerierten Resultat der Wohl-fahrt für alle führen kann. Dafür aber ist, wie man inzwischen weiss, die unsichtbare Hand des Marktes in ihrer Blindheit, und von ihrer unbarmherzigen Eigendynamik getrieben, keinesfalls ein Garant. So ist die USA, die sich ja diesem Prinzip am meisten verschrieben hat, kaum eine erstrebenswerte Utopie, muss sie doch mehr als jedes andere Land Menschen einsperren, körperlich (Fettleibigkeit, Süchte) und geistig verkrüppeln und liquidieren (Kriege, Todesstrafe), um ihr System aufrecht zu erhalten!

Zudem führen vom Wirtschaftssystem nicht erfasste externe Kosten (Umwelt, Gratisarbeit, Ausbeutung, Instrumentalisierung, Sozialisierung von Verlusten) und externe Nutzen (Abzocker) zu fehlerhaften, zu oft katastrophalen Entscheidungen bei der Allokation der Ressourcen. Das führt dann über die Lohnschere zu Ungerechtigkeiten auf allen Ebenen, was Fortschritte in der Produktivität seit über 20 Jahren in gewissen Bereichen der Menschheit mehr und mehr im Hinblick auf Lebensqualität ins Gegenteil (Kannibalisierung und Zerstörung der Lebensgrundlagen, Arbeitslosigkeit) verkehrt hat. Dem versucht man seit der New Economy zunehmend mit der Virtualisierung dessen, was das Leben lebenswert macht zu begegnen und wundert sich 2003, dass kein Licht am Ende des Tunnels der Stagnation mehr in Sicht ist – und greift dafür wie die USA, einmal mehr zum Krieg gegen diesen Terror, den man jetzt aber als einen zivilisierten ausgibt.

Die im Wettbewerb organisierte Marktwirtschaft begann im 18 Jahrhundert als Folge der Verabsolutierung der Aufklärung mit der Denkkatastrophe dass man das Problem der gesellschaftlichen Ordnung zum Problem der Wirtschaftsordnung simplifizieren könne. Damit versuchte man die bisher personen-neutral in Worten ausgedrückte Bedeutung des Lebens inhaltsleer mit Zahlen zu managen. Dazu hat man, z.B. auf der Grundlage des Sozialdarwinismus, die Fiktion eingeführt hatte, der Mensch sei lediglich an monetisierbaren Werten, nicht aber auch an Werten ohne Preis und an daraus persönlich relevant folgenden Notwendigkeiten interessiert. Letztere wurden ja im Mittelalter bis hin zu den Weltkriegen mit  menschlichen Leidenschaften bis hin zum Völkermorden ausgetragen und veränderten entsprechen die ökonomische Interessen und Potentiale der Beteiligten und Betroffenen.

Seit der Postmoderne versucht man es in den so genannt entwickelten Ländern mehr und mehr mit dem psychopolitischen, mehr und mehr globalen Mechanismus einer so genannten liberal-individualistisch ausgestalteten gesellschaftlichen Ordnungspolitik. Damit überwand man zwar den im Kalten Krieg noch mit Leidenschaften spielenden Kommunismus ohne dass es, abgesehen von all den Stellvertreterkriegen, zu einem erneuten heissen, atomar alles zu vernichten drohenden Weltkrieg kam. Ein scheinbarer Fortschritt also, der uns die Globalisierung der nun vorherrschenden, postnormal mutierten Denkkatastrophe versüsst hatte.

In der Moderne hatte man ein System auf der Basis von solchen im Wesentlichen absurden und gegen jede vernünftige Erfahrungen sprechende ideologische Annahmen. Nun stellt im Namen dieser Absurdität das psychopolitisch manipulierbare System „Mensch“ mit einem beliebig systemischen Ansatz – mit Marketing - ins Zentrum der Neuen Politischen Ökonomie. Sie gründet nach dem Kommunismus und anderer kollektiver -ismen auf dem Paradoxon des Individualismus als Norm: Der Einzelne, soll als einzigartiger Mensch letzte und höchste, ja als einzige Autorität gelten, wenn es darum geht, über das Gute und das Schlechte, das Schöne und das Hässliche, das Nützliche und das Schädliche zu entscheiden.

Nun gründet man auf diesem Paradoxon den Individualismus als Methode: Es sei zweckmässig, das, was in der Gesellschaft geschieht, auf die Wahlhandlungen einzelner Individuen zurückzuführen. In dieser Optik sind Kollektiventscheidungen nicht die Entscheidungen von Kollektiven, sondern die beliebigen Entscheidungen von Individuen allerdings meist vom Kollektiv vereinnahmt und manipuliert - in Kollektiven. Dabei wird unterstellt, dass die Individuen in dem Sinne rational entscheiden und handeln, dass sie die aus ihrer Sicht beste der jeweils zugänglichen Alternativen wählen. Damit muss man nur noch die Sicht der Menschen, nicht mehr ihr physisches Verhalten manipulieren! Damit konnte der Irakkrieg 2003, im Vergleich zu den Kriegen des Alten Europas, allen Unkenrufen zum Trotz relativ zivilisiert geführt werden. Vorgängig wurden die beteiligten und betroffenen Massen entsprechend medial und mit einer Drohkulisse eingestimmt und viele irakische Offiziere ganz einfach gekauft, dann schlug man mit Hightech gezielt zu und vernichtet das Netzwerk von Saddam Hussein. Dann liess man die Betroffenen die Suppe auslöffeln und profilierte sich lediglich als Berater, neuen Strukturen software-mässig, und natürlich die Ressourcen in die eigenen Bahnen lenkend.

Damit ist in der sich selbst erfüllenden Prophezeiung der Pseudogrundlagen der inhaltsleeren Wirtschaftswissenschaft das Abzocken auf globaler Ebene zur Norm auf dem Weg in den Abgrund geworden...

konstruktives G3-Interface für Zürich

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