4.2 Hin zur Lust, weg von der Unlust

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Ich sehe, dass es was bringt“, heisst es nach dem Abend im Seelenfrieden am Stammtisch zu Ralphs Denkanstössen und Ralph bestätigt S-entspannt: „Der Erfolg, die plötzliche Ver-änderung in den Gesichtern, die Erleichterung, die Be-freiung – das macht schon Freude. Für echte Fürsorglich-keit gibt es keinen schöneren Lohn.“

Doch frei nach Goethe wird damit G5-Leben zu dem, was gefällt und wofür man etwas F5=unternehmen kann, um gemeinsame Oa=Objectivs auszuarbeiten.

Damit besteht der eigentliche Coup auch in Kleinwelt darin, dass man wie in der grossen Welt, anregende Rollenspiele zu aufregenden Mysterienspiel macht. Diese Methode trifft den Nerv der Erlebnisgesellschaft: Es geht schnell, es geht gleich heftig zur Sache, und man macht Erfahrungen, die man sich nicht erklären muss. Ralph und seine Cousins Karli der Hotelier, und Otto der Gemeindepräsident E., der das Risiko mit Ralph eingegangen ist, fühlen sich bestätigt, dass es mit dem „Familienstellen nach Hellinger“ auch in der Kleinwelt noch etwas „Echtes“ zu erleben gibt.

Was aber wenn damit die Aufstellung der reellen Menschen in Kleinwelt nach deren Lebenserfüllungsprinzipien einfach auch noch vom Zeitgeist globalisiert wird? Was wenn Karlis Albtraum symbolisch darauf mit dem Staudamm hinweisend eine Warnung war, die Karli an diesem Abend des öffentlichen Erfolges verdrängte.

  • Was, wenn Karli damit auch zum Landesverräter geworden war?
  • Was wenn die letzte Chance vertan und der Point of NO Return für eine erstrebenswerte Umkehr schon überschritte war,
  • wie als in Karlis Albtraum die Kleinweltler Otmar M. zur Sprengung des Staumdamms, Symbol für die Alten Werte, folgten und das Unheil seinen Lauf nahm...

So wurde im Unterland zur gleichen Zeit vom 18-jährigen Thierry Pool ein "Lüthi und Blanc" Fanclub gegründet. Nach dem Motto "Soap steht über dem Studium" verwendete der Maturand dafür bis zu 80 Monat und nun ist er in den Medien und das virtuelle Familienaufstellen nimmt nach "Big Brother" davon an Einschaltquoten bestärkt, seinen weitern, die Zuschauer vereinnahmenden Gang.

Fernsehdirektor Schellenberg ist Ehrenmitglied: Es geht mit unseren Gebühren um Themen wie Hanfanbau, Abtreibung, Homosexualität im Pool fieser Frieks und Intrigantinnen bis der Fanclub, resp. psychopolitisch korrekt, die entscheidende Mehrheit der Schweizer, Teil der Soap wird. Eigentlich fehlt nur noch Muschg, Marthaler et. al. - es ist eben eine Basler Soap ...