4.5 PhilosophieDer dänische Theologe und Schriftsteller Soren Kierkegaard wird als Stammvater des existenzialistischen Denkens bezeichnet. Damit gehe es in einer Welt, die sich in Sekundenschnelle vernichten kann, womit die Auseinander-setzung mit der Existenzangst von besonderer Aktualität sei, um Untersuchungen von Phänomene wie Angst, Verzweiflung und Schuld (z.B. mit Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung; Hans Jonas, Das Prinzip Verantwortung). Das wir dann als ein direkter Angriff auf die vorherrschende hegelsche Philosophie dargestellt, in der Soren Kierkegaard keinen Platz für das Schicksal des Einzelnen sieht. Für ihn als Philosophen macht die Möglichkeit zum Handeln und zur Freiheit dem Menschen Angst und daraus werde Geschichte! Der Mensch könne Möglichkeiten nutzen durch sein Handeln in Wirklichkeiten verwandeln. Versäumt er das, wird er, z.B. von anderen oder vom Schicksal selbst verwandelt. Der Schritt von der Möglichkeit zur Wirklichkeit erscheint zwar verlockend, weil er in die Freiheit führt, er ist aber mit der beschränkenden Angst vor der Gegenreaktion anderer verbunden. Auf der anderen Seite ist die Angst vor dem Nichts auch das weite Feld des Unbekannten und auch die Möglichkeit zur Schuld. So schaffe erst die Sünde das Selbstbewusstsein. Man könne das Leben ästhetisch geniessend oder ethisch, d.h. verantwortlich und in religiös hilfreicher Bindung an Gott verbringen. Mit solchem sich existenziell menschlich (psycho-logisch) gebendem (politisch) Philosophieren wird der reelle Mensch von seinem Lebenserfüllungsprinzip psychopolitisch subtil entfremdet und in diesem Fall auf unangenehme Phänomene reduziert. Via Freuds Todesprinzip, das dem Menschen zu Grunde liegen soll, und Jungs kollektiven Archtypen, in die er verstrickt sein soll, ging die Saat dieser Denkkatastrophe unter den Nazis in den KZ und in den 50 Millionen Toten des 2. Weltkrieges, und unter Marx im noch mehr menschenvernichtenden System des Sowjetkommunismus mit seinem systematisch willkürlichen Terror mit etwa 100 Millionen Toten und seinen Fussnoten, bis Kim Jon Ill in Nordkorea in Human- und Umweltkatastrophen auf. Freud war geradezu archetypisch: Er verleugnete den Glauben, verbrach damit §-Gesetzmässigkeit - G=Glaube, H=Hoffnung L=Liebe , die er zum Libido reduzierte, um, als Verbrecher via %,+/- im *-Todesprinzip zu enden. Die Postmoderne legte mit ?0, der Km-Projektion des *3-Todesprinzips noch einen Zacken zu, uns so ist uns danke CNN der online Tode in der guten Stube erschlossen. Heute tritt das entsprechende "hire and fire" seinen globalen Siegeszug an; 2003 feuert Bush Saddam. So wurde Jesus, als er sich nicht für die Schriftgelehrten anheuern liess, am Kreuz, psychopolitisch kurzfristig sehr wirksam, ins Jenseits gefeuert. Doch man machte die Rechnung ohne Gott, den man damit auch psychopolitisch zu instrumenta-lisieren versucht hatte. So sagte Nietzsche: "Gott ist tot!"; an einer Betonmauer konnte man in Luzern als Antwort Gottes lesen: "Nietzsche ist tot." Die von Francois de La Rochefoucauld aufgeworfene Frage, WO und WIE Tugenden mehr als verkappte Laster wirklich nachhaltig erstrebenswert, and WARUM, sein können, kann Philosophie von ihrem anmassenden Ansatz her niemals beantworten und bleibt damit Ausgangspunkt für Denkkatastrophen an sich selbst gefangen zwischen Eigenliebe ihrer Peer Groups und der Heuchelei ihrer Pre-Trans-Traps, bzw. dem denotativen Begriffsdenken, wo es anmassend die Grenze seiner Sinnhaftigkeit überschreitet, was ja das Wesen der Philosophie im Versuch, sich mit Definitionsmacht über die Mentalbetriebssysteme der Menschen Gottes Stellvertreterschaft über diese Welt zu erlangen, ausmacht. Im viel beachteten Autoritätsstreit versuchte Martin Luther 1517 mit dem Anschlag der 95 Thesen in Wittenberg der Geschichte in Wendung zu geben. Rückblickend auf die Auswirkung der Reformation kann man sagen "MATRIX RELOADED". Machiavelli sehnte sich nach dem Ideal eines Herrschers, um wenigstens einem Menschen, dem Prinzen, ein Prinzip zu hinterlegen, um eine rationale Sicht der Politik und Geschichte mit präzisen Verhaltensregeln zu erreichen. Dafür versuchte er Religionen und alle moralischen Prinzipien zu instrumentalisieren. Im ging es um die Werte zur Erhaltung des Staats, die Erhaltung und Prosperität der Res publica. Dafür befreite er sogar den Fürsten vom Zwang, nach ethischen Normen handeln müssen. An die Stelle christlicher Tugenden geht es um die Fähigkeit, politische Macht zu erwerben und zu erhalten; für die Legitimierung der Staatsraison, das für ihn einzig "Gute" bewilligte er, wo nötig, Ruchlosigkeiten, Lüge und Verrat. Der Machiavellismus, durch keinerlei moralische Bedenken gehemmte Interessenpolitik begann sich in der Französischen Revolution zu globalisieren. Herbert Marcuse hat im Buch "Der eindimensionale Mensch" die These, dass die Rationalität des Ganzen selbst irrational ist, und zur zur Totalität tendiert, d.h. konkret, global selbstzerstörend wird, zum Ausgang seiner Prägung der 68er-Bewegung gemacht. Rückblickend muss man feststellen, dass mit deren Gang durch die Institutionen diese Absurdität lediglich von der Moderne und deren Produktionsapparat in die Postmoderne mit ihrer Meinungsmache transformiert worden ist. Damit ist jetzt Philosophie äusserlich und innerlich ätzend wirksam geworden. An deren Ende zeichnet sich das multikulturell klassen- und herrschaftslose Chaos ab. Marx und Engels haben das mit dem, was sie Entschlüsselung der zwanghaften Gesetzmässigkeit der kapitalistischen Produktionsweise in einer sich schon fast selbst erfüllten Prophezeiung vorhergesagt. Doch deren Analyse war nur ein mentales Ablenkmanöver der zwanghaften Gesetzmässigkeit der Psychopolitik, des, wie Popper es nannte Fluchs Platon, dem Feind der offenen Gesellschaft. Damit hat diese Hydra, eines ihre vielen Tentakeln im letzen Jahrhundert zur erschöpfenden Wirkung gebracht. Und jetzt wird der Traum vom Phönix, der aus der Asche von hunderten Millionen unerfüllt zu Tode gekommener Menschen und einer bedrohten Umwelt und schwindender Ressourcen auferstehen soll, in der Km-Matrix geträumt. War noch bei Hegel Arbeit das Wesen des Menschen, so ist es jetzt, wo die Geistes- mit ihrer Geisterwissenschaft in der Krise ist, das sich an sich m=multipliziernde Diskutieren von K=Kommunikation. Damit sind in der Postmoderne als Reichtum der Gesellschaft, in der Postmoderne Meinungen an Stelle der Ware in der Moderne und in der New Economy Added Values an Stelle des Kapitals getreten. Also wird an Stelle von Wissenschaft#2 jetzt Wissenschaft#0 zur Leitwissenschaft bei der Instrumenta-lisierung von Wissenschaft#1, wie das für Dr. Faust et. al. nicht erst im Mittelalter meistens üblich war. Immerhin, mit Atombomben hat man Weltkriege und mit Daisy Cutter Streubomben, grosse Schlachten ad absurdum geführt. Dafür blüht jetzt der Terror, dem Chaosgedanken näher... So werden bis zum Gehtnichtmehr weiter menschliche Bedürfnisse von der Gesellschaft geformt, gewandelt, aber auch unterdrückt damit die Gesellschaft wichtiger als der reelle Mensch bleibt. Das Grundziel, Widerspruchsfreiheit wurde selbst in mathematischen System von Kurt Gödel 1931 nachgewiesen nicht erreicht. Einfach gesagt, lässt sich eben Gott nicht durch eine Reduktion seiner Schöpfungsordnung spotten; Sartre bezeichnet es als die vordringlichste Aufgabe jedes Menschen, sich seine eigene Welt zu schaffen, indem er sie entwirft. So ist den mit der etablierten Wissensarbeit nur auf dem Friedhof Frieden zu erreichen, und darum braucht es eine darüber hinaus führende Wissenschaft#3: In der Umkehrung von Sartre steht der reelle Mensch der Welt mit seinen Vorstellungen nicht allein gegenüber, und sie ergeben sich nicht ohne jedes Einwirken seitens der Gesellschaft und ohne moralische oder religiöse Einflüssen. Da es einen Gott gibt, und unsere Essenz unserer irdischen Existenz vorausgegangen ist, haben wir keine absolute Freiheit und sind zur Lebenserfüllung definierbar, können erkennen, wie wir erkannt worden sind. Wir sind nicht das, was wir oder andere aus uns machen; jeder trägt aber seinem Lebenserfüllungsprinzip entsprechend dafür die Konsequenzen! Es gibt zwar keine menschliche Natur, welche die Anmassung von Wissenschaft#2 rechtfertigen würde, aber es gibt für jeden Menschen ein Lebenserfül-lungsprinzip, das Wissenschaft#3 erforderlich macht und zu ihr führt. Auch kann der Mensch die eigene Existenz nicht stets neu entwerfen. Er hat zwar richtig, oder falsch, wie der Widersacher, die Freiheit zu verneinen, aber von den Konsequenzen seiner BedeutungsGebung ist er nicht frei. das weiss jeder ehrliche Mensch, und dem kann sich letztlich keiner entziehen. Das sind keine frommen Wünsche, das lässt sich für jeden Menschen, jedem guten Willens, nachweisen#3, sofern er/sie nur darauf verzichtet, Erquickung in eleganten und stilistisch beeindruckende Weise in philosophischen Analysen mit Poesie und Polemik wie ein Süchtiger zu suchen. Max Weber intendiert so eine angeblich verstehende Soziologie, die soziales Handeln nicht auf einen objektiv bestimmbaren, sondern auf den von den Handelnden subjektiv gemeinten Sinn zurückzuführen vorgibt. Doch letztlich geht es ihm nicht um das Verständnis reeller Menschen, sondern um die Erklärung der Kulmination von Rationalisierungsprozessen, wie sie im Kapitalismus, in der modernen Bürokratie, im parlamentarischen Regierungsmodell oder auch in der harmonischen Musik vorliegt. Dafür entwickelte er feingliedrigen Typologie sozialer Verbände und Handlungsformen. Von zentraler Bedeutung sind nicht die Betroffenen, sondern die Herrschaftssoziologie, rationale Herrschaft gründet auf dem Glauben an die demokratische Legalität gesatzter Ordnung, traditionale Herrschaft auf dem Glauben an die Heiligkeit althergebrachter Traditionen, anfänglich Monarchien, und charismatische Herrschaft auf dem Glauben an die ausseralltäglichen Qualitäten einer Person oder Ordnung, die meist als Despotie enden. Daraus werden einmal mehr die idealtypische Vergesellschaf-tungsformen zur kontrastiven, d.h. letztlich mental fragmentierenden Veranschaulichung der historisch vorgefundenen Formen hochleben gelassen, um aus einer Vergangenheit von Versagen heraus weiterhin Macht über die Zukunft haben zu können. |